Confrèrie des Maîtres Pipiers de Saint-Claude  

Geschrieben von Kurt Eggemann 

 

 

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Inthronisierung der Confreres des Maitre Pipiers

 

 

https://youtu.be/Nr3psY6My6Y

 

 

       

 

(KE) Saint-Claude ist eine Stadt mit ca. 13.000 Einwohnern im französischen Juragebirge. Neben der Uhrenfertigung in kleineren Manufakturen und der Edelsteinschleiferei wurden hier seit 1850 Tabakpfeifen aus Bruyèreholz hergestellt. Im Laufe der Zeit entstand in Saint-Claude eine der größten Hochburgen der Pfeifenmacherkunst. Millionen Pfeifen fanden von hier ihren Vertriebsweg in die ganze Welt und erfreuen noch heute zahlreiche Anhänger einer qualitativ hochwertigen Tabakpfeife.

Im Jahre 1966 wurde die „Confrèrie des Maîtres Pipiers de Saint-Claude“ von den Pfeifen-Manufakturen gegründet. Diese sollte den Zweck erfüllen, nationale Pfeifenmacher und Förderer der Weiterentwicklung von Bruyèreholzpfeifen aus Saint-Claude in einer Bruderschaft zusammenzuführen. Jährlich ernannte französische Pfeifenraucher des Jahres fanden ebenenfalls Aufnahme in der „Confrèrie“. Die Köpfe dieses Personenkreises wurden, ebenso wie die von Prominenten aus der Politik, der Literatur, der Kunst usw., jeweils in einen Pfeifenkopf-Rohling geschnitzt und als Pfeifenkopf nachgebildet. Diese Pfeifen sind im „Musée de la Pipe et du Diamant“ ausgestellt.

Später wurde der Kreis der Pfeifenmacher und Förderer auf internationaler Ebene ausgeweitet. Heute wird vermutet, dass der „Confrèrie“ 1300-1400 Experten weltweit angehören.

Für den 13. April 2012 hatte der „Grand-Maître und Präsident der „Confrèrie des Maîtres Pipiers de Saint-Claude“, Michel Waille, zur Aufnahmezeremonie von acht internationalen Experten des Pfeifenmacherhandwerks, des Pfeifengroßhandels sowie von Förderern der Pfeifenbaumacherkunst aus Saint-Claude geladen:

Jean-Pierre Bert, Maxime Brichet, Jean-Charles De la Chapelle (alle Frankreich u. Belgien), Kurt Eggemann, Peter Heinrichs, Oliver Kopp (alle Deutschland), Vernon Vig (USA) und Poul Winslow (Dänemark).

Peter Heinrich als internationaler Pfeifenexperte, Museumsbesitzer, Pfeifen- und Tabakhändler aus Köln und Kurt Eggemann als Experte in Sachen nationaler und internationaler Freundschaften mit Pfeife und Tabak, Präsident des „1. Kölner Pfeifenclub“, Ausrichter der Weltmeisterschaft im Pfeiferauchen 2014 in Köln, Präsident des VDP-„Verband Deutscher Pfeifenraucher e.V.“ und Mitglied im Weltverband CIPC „Comitè International des Pipe-Clubs“. Beide gehören auch der „Academie International de la Pipe“, mit Sitz im englischen Liverpool, an.

Dieses alles bewirkte, dass beide auf Empfehlung langjähriger „Maître Pipiers“ für eine Aufnahme in der „Confrèrie“ vorgeschlagen und für das Aufnahme-Zeremoniell nach Saint Claude eingeladen wurden. Der Einladung des Präsidenten der „Confrèrie“ wurde schnell Folge geleistet. So eine Einladung erhält man nur einmal im Leben und man muss sich entscheiden, ob man in der „Confrèrie“ seinen weiteren Weg in Sachen Pfeife und Tabak finden will. Bei Peter Heinrichs und Kurt Eggemann erübrigte sich diese Frage sehr schnell: Sie wollten!

Punkt 17.00 Uhr fanden sich alle Aufnahmekandidaten im Museum ein. Es begann spannend zu werden. Peter Heinrichs hatte sich in den Stunden zuvor bereits mit den beiden Repräsentanten der Firma Scandinavian Tobacco, Markus Wirtz und Guido Wolf, bei Denis Blanc, BC Butz-Choquin, getroffen und geschäftliche Aktivitäten entwickelt und getätigt. Wer Peter Heinrichs kennt, weiß, dass das bedeutet: Jede Menge Pfeifen … auf dem Weg nach Köln.

Auf den Weg in den Zeremonie-Raum des Museums gab es viel zu sehen. Vorab die geschnitzten Pfeifenköpfe wie zuvor beschrieben, weitere Raritäten der Pfeifenmacherkunst, wie die erste in Saint-Claude erfundene Pfeifen-Kopierfräse der Welt, die vielen von den Mitgliedern der Bruderschaft hinterlassenen Pfeifen-Reliquien, jeweils versehen mit Namensschildchen und hinter Glas deponiert, und vieles mehr.

Auf dem Weg durch das Museum betraten wir das letzte Zimmer des Museum vor dem Zeremonie-Raum der „Confrèrie“. Hier nahmen die acht schon „nervösen“ Kandidaten für das erste einmal an einem größeren Tisch Platz. Hinter der allerletzten Tür des Museums waren schon Vorbereitungsaktivitäten zu vernehmen. Der Präsident der Confrèrie begann mit einer Ansprache an die Runde in französischer Sprache. Wir wurden in die Verhaltensweisen in der Bruderschaft und den Ablauf des Aufnahme-Zeremoniells eingewiesen. „Maître des Ceremonies“ Antoine Grenard, Chacom, war uns dabei behilflich und übersetzte ins Englische. Danach wurden von uns die mitgebrachten eigenen Pfeifen übergeben. Diese wandern nun mit Namensschild versehen in die wohl weltweit einzigartige Ansammlung von Pfeifen-Reliquien der Bruderschaft.

Die französische Presse und viele Fotografen umschwirrten uns schon seit Betreten dieses Raumes. Wir wurden befragt nach dem Namen, woher, wohin. Das Wohin wussten wir.

Endlich war es soweit. Wir wurden von „Maître-Portier“ Jacques Craen, Genod, in den Zeremonie-Raum gerufen, einer nach dem anderen. Nebeneinander stellten wir uns vor dem Präsidenten und den Großmeistern auf. Der speziell eingerichtete Raum war abgedunkelt und schon etwas verqualmt. Es gehört zur guten Sitte, dass die Maîtres Pipiers während der Zeremonie ihre kunstvolle und wunderschöne Pfeife am Rauchen halten und diese auch wohl sichtlich genießen. Es wurde ernst, jeder Einzelne war nun gefordert nach vorne zu treten und seine persönliche Geschichte, vorgetragen von den drei „Maître-Orateurs“ Gael Coulon, Sebatien Baud und Denis Blanc, war von allen Anwesenden mit anzuhören. Hiernach bekundeten die Pfeifen-Meister der Bruderschaft ihre erste Zustimmung zur Aufnahme der zukünftigen Confrères. Das Aufnahmeverfahren war jedoch noch nicht beendet. Es wurden acht Pfeifen verteilt, wonach ein jeder einzeln wieder nach vorne beordert wurde, um zu beweisen, auch mit Pfeife und Tabak umgehen zu können. Ein angezündeter Holzspann wurde überreicht und das Anzünden des Tabaks wurde genauestens von einem Großmeister überwacht. Alle nahmen ihre Pfeife ordnungsgemäß in Betrieb, keine Pfeife verlöschte vorzeitig. Nach einigen Minuten und nach Zustimmung der Großmeister war das Aufnahmeverfahren beendet. Jeder wurde nun wieder einzeln nach vorne gerufen und erhielt, begleitet von großem Applaus, vom Präsidenten eine Schärpe in den Hausfarben der Bruderschaft in Blau-Gelb an dem ein Bruyèreholz-Orden der „Confrèrie“ befestigt ist, um den Hals gelegt. Danach erfolgte der sogenannte „Ritterschlag“ (in diesem Fall wohl eher den Pfeifenschlag) auf die linke und rechte Schulter mittels einer überdimensionalen Bruyèreholz-Pfeife besonderer Güte sowie Glückwünsche des Präsidenten und aller Großmeister, eine repräsentative Urkunde und zwei Pfeifen, jeweils versehen mit der Stempelung „Confrèrie des Maîtres Pipiers“. Das alles setzte der Zeremonie nun endlich die Krone auf.

Jean-Pierre, Maxime, Jean-Charles, Kurt, Peter, Oliver, Vernon und Poul sind nun „Confrères des Maîtres Pipiers de Saint-Claude“. Merci beaucoup!

Besondere Gratulationen von Wolfgang Diez, Denicotea, Alain Letulier, Präsident des CIPC, Pierre Muller, Ehrenpräsident des CIPC, aus der Schweiz per E-Mail, weitere Gratulationen und Fotoshootings im Blitzlichtgewitter folgten. Der Eintrag ins das „Goldene Buch“ der Bruderschaft wurde die erste Pflichtaufgabe der frisch gekürten Mitglieder. Ein ab 20.00 Uhr stattfindendes, hervorragendes Gala-Dinner begeisterte alle. Die neuen Mitglieder erhielten  dabei die Chance, über sich, ihre Träume und Wünsche und vor allem über ihre große Leidenschaft, die Pfeife, zu sprechen. Der große Applaus bestätigte ihnen letztendlich, in Saint-Claude einen sehr guten Platz im Leben der großen weltweiten Pfeifenwelt gefunden zu haben.

 


 

Confrérie des Maître Pipiers de Saint-Claude

(Geschrieben von Kurt Eggemann)

(Übersetzung von Gerd-W. van Hall)

(KE) Saint-Claude est une ville d’environ 13000 habitants dans le Jura français. En plus de la production de montres dans de petites usines et de la production de pierres précieuses, on y fabrique des pipes en bruyère depuis 1850. Au fil du temps, Saint-Claude est devenue un des plus grands bastions de l'art de la fabrication de pipes. Millions de pipes ont été distribuées ici et partout dans le monde, et réjouissent encore de nombreux adeptes de pipes à tabac de haute qualité.

En 1966, la « Confrérie des Maîtres de Saint-Claude » a été fondée par les fabricants de pipes. Ce fut pour atteindre l’objectif d’unir fabricants de pipes français et promoteurs du développement de pipes de bruyère de Saint-Claude dans une confraternité. Chaque année, un français est nommé « fumeur de pipe de l'année ». Celui-ci est incorporé dans la « Confrérie ». Les têtes de ces nommés ainsi que celles des célébrités du monde politique, de la littérature, de l’art etc. … sont sculptées comme un modèle pour ensuite être reproduites comme tête de pipe. Ces pipes sont exposées au « Musée de la Pipe et du Diamant ». Plus tard le groupe de fabricants de pipes et de supporters a été étendu au niveau international. Aujourd'hui, il semble que la « Confrérie » compte entre 1300 et 1400 experts dans le monde.

Pour le 13 Avril Michel Waille, le « Grand-Maitre et Président » de la « Confrérie des Maitres Pipiers de Saint-Claude »avait demandé d’intégrer dans cette Confrérie huit experts dans la fabrication de pipes, le commerce de gros de pipes et des supporters de l’art de fabrication de pipes. Ce sont :

Jean-Pierre Bart, Maxime Brichet, Jean-Charles De la Chapelle (France, Belgique), Kurt Eggemann, Peter Heinrichs, Oliver Kopp (Allemagne), Vernon Vig (Etats Unis) et Poul Winslow (Danemark).

Peter Heinrichs est un expert international en pipes à tabac, propriétaire d’un Musée de Pipe, marchand de pipes et tabac à Cologne ; Kurt Eggemann est expert sur les amitiés nationales et internationales avec pipe et le tabac, et Président de « 1. Kölner Pfeifenclub » (« 1. Club de pipe de Cologne »). Etant Président du VDP « Verband Deutscher Pfeifenraucher e. V. » (association des fumeurs de pipes allemands) et membre de l'Association mondiale CIPC « Comité International des Pipes-Clubs » il organisera la Coupe du Monde de fumeur de pipe à Cologne en 2014. Tous deux sont également membres de l' »Académie Internationale de la Pipe » dont le siège est à Liverpool, en Angleterre.

Les vénérables « Maîtres Pipiers » ont chaleureusement recommandé l’intégration des huit nouveaux proposés dans la Confrérie et les ont invités à la cérémonie de réception à Saint Claude.

L'invitation du Président de la Confrérie a été rapidement acceptée. Une telle invitation risque de n’avoir lieu qu’une seule fois dans une vie. C’est pourquoi il fallait prendre rapidement la décision. Pour Peter Heinrichs et Kurt Eggemann la question ne se posait pas: ils ont accepté avec enthousiasme !

Tous les candidats pour l’intégration se sont retrouvés à 17 h précises. Peter avait déjà rencontré précédemment les représentants de l’entreprise Scandinavian Tobacco, Markus Wirtz et Guido Wolf chez Denis Blanc, BC Butz-Chopin et avait développé et validé des activités commerciales. Qui connait Peter Heinrichs sait ce que cela signifie : beaucoup de pipes …. sur le chemin de Cologne.

Il y avait beaucoup à admirer sur le chemin vers la salle de cérémonie. Tout d'abord, les têtes de pipes sculptées, décrites précédemment, et autre rareté dans l’art de la fabrication de pipes : la première fraiseuse au monde pour reproduire des têtes de pipes crée à Saint-Claude, munies d’un porte-nom dans une vitrine, et bien d’autres merveilles.

La longue traversée du musée nous mène enfin à la salle où se déroulera la cérémonie d’intronisation. Les huit candidats sont déjà là, « nerveux », assis à une grande table ovale. Derrière une porte, on sent la fébrilité de la préparation. Puis, le Président prononce devant l’Assemblée une allocution en français, nous informant du déroulement de la cérémonie selon les rites de la Confrérie. « Maitre de Cérémonies », Antoine Grenard, Chacom traduit en anglais. Ensuit, les pipes que nous avions apportées sont remises. Celles, avec leurs noms, font désormais partie de la collection de la « Confrérie » unique au monde de pipes.

La presse française et de nombreux photographes fourmillent autour de nous depuis l’entrée de la salle. Nous sommes interviewés, on nous demande nos noms, d’où nous venons et où nous allons. Nous savons exactement où nous voulons aller maintenant!

Enfin, il était temps. Par le « Maitre-Portier » Jacques Craen, Genod, nous sommes appelés dans la salle de cérémonie, l’un après l’autre. Nous sommes alignés côte à côte devant le Président et les Grand Maîtres. La salle spécialement équipée a été assombrie et remplie d’un peu de fumée. Il est de bonne coutume des Maîtres Pipiers de tenir leur pipe ouvragée et magnifique à fumer pendant la cérémonie, dont ils jouissent clairement. Maintenant c’est sérieux. Chacun est invité à s’avancer et les trois « Maître-Orateurs »  Gael Coulon, Sebastien Baud et Denis Blanc racontent son histoire personnelle que l’on écoute avec attention. Puis les Maître-Pipiers expriment une première approbation pour l’acceptation des futurs confrères. Mais la procédure d’admission n’est pas encore achevée. Huit pipes sont distribuées. Chacun est invité à s’avancer encore pour prouver qu’il sait manier la pipe et le tabac. Un copeau allumé est remis au candidat et l'embrasement est surveillé dans le détail. Tous manient correctement, nulle pipe ne s’éteint trop tôt. Après quelques minutes et le consentement du Grand Maître la procédure d'admission est terminée. Chacun est appelé individuellement devant à nouveau et accompagné d'applaudissements, reçoit une écharpe dans les couleurs bleu-jaune de la Confrérie avec la médaille de la Confrérie en bois bruyère. De la même façon que l’on nomme un chevalier, l’accolade a lieu par un coup sur l’épaule gauche et droite avec une pipe en bois bruyère surdimensionnée de qualité particulière, accompagnés des félicitations du Président, de tous les Grand Maîtres : chacun reçoit un certificat représentatif et deux pipes, estampillées « Confrérie des Maîtres Pipiers ». Ceci marque le couronnement de la cérémonie.

A ce moment, Jean-Pierre, Maxime, Jean-Charles, Kurt, Peter, Oliver, Vernon et Poul sont de véritables « Confrères des Maîtres Pipiers de Saint-Claude ». Applaudissements !

Des félicitations spéciales arrivent de Wolfgang Diez, Denicotea, Alain Letulier, Président des CIPC, Pierre Muller, Président d’honneur des CIPC (par Email de la Suisse), suivi de félicitations supplémentaires, fotoshooting et orage de flash. L’inscription dans « le livre d’or » de la Confrérie est le premier devoir obligatoire des membres nouvellement élus. Un excellent diner est servi après 20 h, ce qui a enthousiasmé tout le monde. Les nouveaux membres sont maintenant en mesure de parler d'eux, de leurs rêves et désirs et particulièrement au sujet de leur grande passion : LA PIPE. Les applaudissements leurs confirment finalement le fait d’avoir trouvé une très bonne place dans la Communauté d’Amateur de pipes du monde.


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